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St. Mariä Geburt

Geschichte der ehemaligen Pfarrgemeinde St. Mariä Geburt

1887 wurde der St. Marien-Kirchbau-Verein Holsterhausen gegründet, der sich jedoch so zerstritt, daß er in zwei Vereine aufgeteilt wurde: Holsterhausen-Süd und Holsterhausen-Nord. Holsterhausen-Süd errichtete St. Mariä-Empfängnis, Holsterhauen-Nord baute St. Mariä-Geburt.

1893 wurde an der Steinforthstraße/Langenstraße (heute Harkortstraße/Münchener Sraße) eine Notkirche aufgebaut. Dieses provisorische Gebäude diente vorher der Altendorfer Gemeinde. Am 15.09.1895 wurde die Notkirche eingeweiht. Laut Essener Volkszeitung, die über die Einweihung berichtete, hieß der erste Ministrant von St. Mariä-Geburt Herr Max Meer. 1896 wurde der Bezirk zum Rektorat Holsterhausen-Schederhof der Pfarre St. Johann (Münsterpfarre) ernannt.

Selbständige Pfarrgemeinde wurde St. Mariä-Geburt am 05.09.1902. Zwischen 1905 und 1907 wurde die erste Pfarrkirche an der Ecke Harkort-, Intze-, Bunsenstraße fertiggestellt. Im August wurde die Kirche durch den Stadtdechanten benediziert. Die neugotische Kirche wurde am 29.10.1907 durch den Erzbischof von Köln Kardinal Fischer geweiht, der 1904 schon den Grundstein gelegt hatte. In der Zeitung wurde die Kirche als "eines der herrlichsten und stilvollsten Gotteshäuser der ganzen Stadt" bezeichnet. Bei der Konsekration ministrierten zwei Pfarrer: Herr Pastor Bohlen von St. Marien-Segeroth und Herr Pfarrer Euskirchen von St. Mariä-Himmelfahrt. Der Kardinal hatte viel zu tun. Tags davor hatte er die neue Rektoratskirche St. Anna der Mariä-Himmelfahrts-Pfarre in Altendorf geweiht. 1943 wurde im 2. Weltkrieg die Pfarrkirche durch Fliegerbomben und Brände zerstört.

Ab 1951 wurde eine neue Pfarrkirche an der Stelle gebaut (Architekt: Dr. Ing. Wilhelm Seidensticker), wo das Rathaus von Altendorf stand.

Am 21.12.1952, rechtzeitig zu Weihnachten, wurde die neue Kirche benediziert; am 12. Mai 1956 wurde sie von Weihbischof Ferche, Köln, konsekriert. Einige Zeit später wurde auch der Turm fertiggestellt.

Die Kirche St. Mariä-Geburt ist die einzige Kirche der neuen Pfarrei St. Antonius, die einen eigenen Glockenturm mit 4 echten Glocken hat (Bronze, Firma Franz Otto, Hemelingen, Bremen, h°, d', e', fis', Gußjahr 1907. Die Glocken läuteten schon in der alten Pfarrkirche; die drei großen wurden im Krieg zum Einschmelzen abtransportiert, konnten aber in Hamburg nach dem Krieg wiedergefunden werden.). Da der Turm frei als Campanile neben dem Kirchengebäude steht, bringt er italienisches Flair in die Gemeinde ein und steht in einer Reihe mit dem schiefen Turm von Pisa und dem Campanile des Marcusdoms zu Venedig. 1958 wurde die Kirche St. Mariä-Geburt sogar im Merian-Reiseführer "Land an der Ruhr" (Heft 1, 11. Jahrgang) als Beispiel für zeitgemäße Archtitektur abgebildet. Im Anschluß an die Reformen des II. Vatikanischen Konzils wurde 1976 der Umbau des Chorraums abgeschlossen. 1993 entstand die Werktagskapelle unter der Orgelempore.

Leitende Geistliche:
Michael Schüten 1896-1917
Josef Kahlen 1917-1921
Johannes Groten 1921-1956
P. Benignus Rohof OCarm 1956-1962
P. Floribert Schwering OCarm 1962-1995
Werner Plantzen 1995-2003.