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Die Planung

1956 wurden Eberhard Michael Kleffner, Fritz Schaller und Rudolf Schwarz zu einem Wettbewerb für einen Neubau der Kirche eingeladen. Wichtige Vorgaben waren, den erhaltenen Turm in den Neubau zu integrieren, für eine große Gemeinde neben vielen Sitzplätzen auch Raum für Stehplätze zu schaffen und einen westlich der Kirche gelegenen Kirchhof vorzusehen.

Bis zum 1. Oktober 1956 entwickelte Rudolf Schwarz gemeinsam mit Helmut Gutmann, Maria Schwarz und Karl Wimmenauer drei Entwürfe für den Wettbewerb. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich offensichtlich bereits einige grundlegende Entwurfsgedanken manifestiert. Der Kirchenbau sollte so hoch werden, wie die Miethäuser des späten 19. Jahrhunderts, die ihn umgeben, keine geschwungene Grundrissform haben und in zwei Zonen aufgebaut sein, sodass sich das Licht von oben in den dunkleren Raum herabsenkt.

Die erste Skizzenfolge zeigt einen T-förmigen Grundriss mit Apsis, der durch zwei Seitenschiffe zu einem Rechteck ergänzt ist. Die Wände sind, bis auf ein Fensterband unter der Decke, geschlossen. Die zweite Skizzenfolge zeigt einen Saal über querrechteckigem Grundriss mit einer Apsis. Seine Wände sind ebenfalls bis zu einem Fensterband unter der Decke geschlossen. Der dritte Vorschlag ist von Maria Schwarz gezeichnet. Aus einem langrechteckigen niedrigen Raum wächst in der Mitte ein ebenfalls langrechteckiger hoher, von schlanken Stützen getragener Saal. Dieser Entwurf wurde als „Basilika“ in den Wettbewerb eingereicht.

Grundriss - Skizze Entwurf "T"

Grundriss - Skizze Entwurf "Saal"

Grundriss - Skizze Entwurf "Basilika"

 

Der Entwurf „T“ wurde ausgewählt und am 25. Juli 1957 genehmigt. In einer weiteren Skizzenfolge wurde ein neuer, auf einem strengen Raster aufgebauter Entwurf entwickelt, der am 12. Dezember 1957 fertig war und am 22. Mai 1958 endgültig genehmigt wurde. Dieser Entwurf wurde weitgehend unverändert realisiert.

Quelle von Text und Bildern: Annette Krapp – Die Architektin Maria Schwarz