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Der Neubau

Wir schreiben den Anfang der 1950er Jahre. Der durch den Krieg stark beschädigte Glockenturm wurde abgesichert und die alten Glocken vom Glockenfriedhof in Hamburg geholt. Fast alle Pfarreien des Dekanates hatten inzwischen ihre Kirchen restauriert oder neu aufgebaut. So wurden Wunsch und Sehnsucht nach einem echten Gotteshaus auch in der Pfarrei St. Antonius immer lauter. 1956 begann man mit den vorbereitenden Arbeiten für den Neubau der St. Antonius-Kirche. Aus einem Wettbewerb der vom Erzbischöflichen Generalvikariat Köln ausgeschrieben wurde, wurde der Entwurf von Professor Rudolf Schwarz berücksichtigt.

1958 war die Planung für den Neubau der Kirche so weit fortgeschritten, dass am 16. November 1958 der Grundstein dem Bau eingefügt werden konnte. Dechant Balter nahm nach einem festlichen Hochamt die Grundsteinlegung vor.

Grundsteinlegung der neuen
St. Antonius – Kirche 1958

 Kaplan Huckschlag mit der Kapsel
bei der Grundsteinlegung 1958

Grundstein der neuen St. Antonius - Kirche
durch Metallpaneele an der Außenwand heute nicht mehr sichtbar

  

Urkunde zur Gründung der neuen Kirche 1958

 

Die Bauarbeiten schritten schnell voran. Anfang April 1959 waren bereits der Rohbau und die Fenster fertig. Das Andere musste noch entstehen. Die Gemeinde musste die Inneneinrichtung, somit unter anderem den Altar, die Taufstelle, die Bänke und die Sakristei selbst erstellen lassen. Dafür zeigten die Gläubigen großes Verständnis. Kollekten, außerkirchliche Spenden und die vorhandenen Gelder ermöglichten die Erstellung des Inneren des neuen Gotteshauses.

Nach viel Mühe und Sorgen konnte am 31. Oktober 1959 die große Feier der Kirchweihe durch Bischof Dr. Franz Hengsbach stattfinden. Nach der Fertigstellung der Kirche wurden auch die Reliquien des hl. Felix und des hl. Adeatus von der Notkirche in das neue Gotteshaus überführt.

Einsetzung des Altarsteins bei der Kirchweihe am 31.10.1959
durch Bischof Dr. Franz Hengsbach

 

Einsegung des Altares bei der Kirchweihe am 31.10.1959
durch Bischof Dr. Franz Hengsbach

Urkunde über die Kirchweihe der neuen St. Antonius - Kirche in latein und deutsch

 

 


Bau weiterer Gebäude auf dem Kirchengelände

Der Bau der neuen Kirche war nicht die einzige bauliche Veränderung auf dem Kirchengelände. Durch den Krieg mussten viele zerstörte Gebäude wieder instantgesetzt werden. 1962 wurde die alte Kaplanei abgerissen und die Notkirche wurde zum Pfarrsaal umgebaut. Für den Neubau des Kindergartens wurde ein Grundstück an der Aachener Str. erworben und mit dem Bau begonnen. Ebenfalls bekam in dem Jahr die Kirche ihre Orgel.

 

1964 wurde der Bau des Schwesternhauses (heute das Pfarrbüro / Kölner Str. 37) und der Kaplanei (Kölner Str. 39) vollendet. Das Schwesternhaus wurde von den Schwestern Reinharda, Antonita und Theodora vom Orden der Barmherzigen Schwestern von der hl. Elisabeth bezogen.

 

Der Kindergarten konnte 1965 eingeweiht werden.

 

Das ebenfalls durch den Krieg stark zerstörte Pfarrhaus, wurde 1971 abgerissen.

 

Beim Bau der neuen Kirche war eine der Vorgaben, den alten Turm mit zu integrieren. Doch 1972 stellte man fest, dass die Instandsetzungskosten für den Turm enormen Umfang angenommen hatten. Nach einer Befragung der Gemeinde wurde der Turm in jenem Jahr abgerissen. Fundamente sind im Heizungskeller der Kirche heute noch sichtbar. Die Glocken wurden der Pfarrei St. Elisabeth als Leihgabe zur Verfügung gestellt, wo sie bis heute erklingen.

 

1973 wurde das neue Pfarrhaus (Kölner Str. 35) fertiggestellt und der damalige Pfarrer konnte einziehen.

 

Der Kirchplatz bekam 1974 ein neues Gesicht.

 

1976 wurde das Gemeindehaus an der Berliner Str. durch den damaligen Dechant Pater Floribert eingeweiht. Dort befindet sich heute, neben Gemeinderäumen für verschiedene Gruppierungen, auch das Gemeindebüro und die Gemeindebücherei.

 

Die immer höher werdenden Heizkosten und sinkende Messbesucherzahlen ließen die Idee entstehen, für die Werktagsgottesdienste, die weniger besucht waren, einen kleineren Kirchraum zu schaffen. Zunächst wurde zwei Jahre lang ausprobiert, die Messen im Gemeindehaus und in der Priestersakristei zu feiern. Dabei zeigte sich, dass die kleinere Gruppe im kleineren Raum besser zum gemeinsamen Beten und Singen findet, aber dass auch unverzichtbar ist, dass dieser kleinere Gottesdienstraum eine Kirchen-Atmosphäre haben muss. Dies war bei der bisherigen Lösung nicht gegeben.

Aus diesem Grund machte Architekt Johannes Bendler 1981 die Vorplanung für eine Werktagskapelle im Bereich der alten Messdienersakristei mit Zugang durch eine ehemalige Garage vom Kirchplatz aus. Mit der Planung und Durchführung wurde der Architekt Petersohn beauftragt.

Im Jahr 2003 wurde die Werktagskapelle komplett renoviert und hat seitdem ihr heutiges Aussehen. Der Umbau wurde ebenfalls vom Architekten Johannes Bendler begleitet. Noch heute finden die Gottesdienste und Anbetungen in der Woche in dieser Kapelle statt.

Grundriss der Werktagskapelle 1981

Innenansicht der Werktagskapelle
nach der Renovierung 2003