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Was geschieht bei der Taufe?

 An vier Wegstationen im Kirchenraum findet die Tauffeier statt:

Am Eingang der Kirche
- fragt der Taufende zunächst nach dem Willen der Eltern und nach ihrer Bereitschaft, das Kind im Glauben zu erziehen.

- Paten unterstützen die Eltern. Sie werden deshalb hier ebenso gefragt.

Am Ort der Wortverkündigung, dem Ambo,
- schließen sich Lesung und Predigt an; der Glaube braucht das deutende Gotteswort.

- Priester / Diakon und Eltern und Paten bezeichnen das Kind mit dem Kreuzzeichen, dem Erkennungszeichen der christlichen Gemeinde, die es aufnehmen will.

- Die Heiligen werden um ihre Fürsprache angerufen, und Gott wird gebeten, das Kind von allem Einfluss des Bösen zu befreien.

Am Taufbrunnen
- wird dankbar vor Gott in Erinnerung gerufen, wie er in der Geschichte im Zeichen des Wassers an Menschen gehandelt hat; er wird gebeten, das Wasser jetzt wieder zum wirksamen Symbol seiner rettenden Zuwendung zu machen.

- Ein erwachsener Taufbewerber wird nun nach seinem Glauben gefragt; Eltern und Paten eines Kindes bekennen ihren eigenen Glauben: Sie stimmen dem Glaubensbekenntnis der Kirche zu und widersagen dem Bösen.

- Der Täufling wird im Auftrag Christi mit dem geweihten Wasser übergossen bzw. darin eingetaucht. Die körperlich spürbare Reinigung und Belebung ist äußeres Zeichen einer inneren Veränderung: Christus nimmt diesen Menschen in seine Arme und führt ihn hinein in die Lebensgemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott. Neue, andere Lebensmöglichkeiten sind eröffnet „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

- Das Kind wird mit Chrisam, duftendem, vom Bischof geweihtem Öl, gesalbt: Von Gottes Wirkmacht, die in Jesus gehandelt hat, ist auch dieses Kind jetzt erfüllt. Der Erwachsene empfängt mit diesem Chrisam nach der Taufe das Sakrament der Firmung.

- Ein weißes Taufkleid wird angelegt: Der auferstandene Christus hat diesen Menschen wie ein Gewand umhüllt.

- Die Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet: Christus, das Licht der Welt, hat den Neugetauften erleuchtet; sein Licht soll er weitertragen.

- Der Taufende kann nun Ohren und Mund des getauften Kindes berühren und ihm mit dem Jesus-Wort „Effata“ (Öffne dich) Offenheit für Gottes Wort erbitten.

Am Altar, dort, wo die Aufnahme in die Kirche einmal für das Kind im Empfang der Eucharistie zum Abschluss kommen wird, schließt die Feier mit dem Vaterunser und mit dem Segen. Ein neugetaufter und gefirmter Erwachsener nimmt jetzt zum ersten Mal voll an der Eucharistiefeier der Gemeinde teil.