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Das Centro

Der "Monte" in Caruaru ist eine Favela wie viele andere in Brasilien. Abwasserkloaken versickern zwischen Wellblechhütten, in denen Hunger, Krankheit, Prostitution, Analphabetentum, Gewalt, Alkoholismus, Kriminalität und Verzweiflung zu Hause sind.

Mit 250.00 Einwohnern ist Caruaru eine der Metropolen im Nordosten Brasiliens, dem traditionellen Armenhaus des Landes. Nach Jahrzehten der Dürre ist die Landschaft zusammengebrochen. Hoffnung auf Arbeit hat die Landarbeiter in die Städte getrieben.

Auf dem Monte, dem Berg in Caruaru leben inzwischen mehr als 20.000 Menschen.
Die Favela ist der größte Slum der Stadt.

Die Lebensbedingungen sind genauso erbärmlich wir in allen Elendsvierteln der Welt. Besonders aber für alte Frauen und Männer ist das Leben in der Favela grausam. Niemand macht sich für diese Menschen stark - und auf den Müllhalden sind die Jungen, geschickter, schneller und brutaler.

Und doch keimt die Hoffnung...

Hier mitten im Elend hat die deutsche Odensschwester Werburga Schaffrath, vor mehr als 30 Jahren, das Centro "Sao Jose do Monte" gegründet. Im Centro will sie den Menschen eine Perspektive geben, Ausbildung, Arbeit, existentielle Sicherheit und Geborgenheit.

Sie kämpft in Caruaru gegen Trostlosigkeit und Verzweiflung. Mit inzwischen 30 Mitarbeitern und vielen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen ist sie immer noch täglich im Einsatz.

Ihrer Tatkraft und Zuversicht verdanken viele Menschen, die auf dem Monte gestrandet sind, ein warmes Essen und die Perspektive, das es vielleicht ihren Kindern gelingen wird, sich aus dem Elend zu befreien.


Die Mitarbeiter vor dem Eingang des Centros
Blick auf das Centro