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Titus-Brandsma-Schrein übergeben

 

In einer feierlichen Andacht wurde am Sonntag, 08. Februar 2009 der Titus-Brandsma-Schrein, der bisher seinen Platz in der Kirche St. Mariae Geburt hatte, an die Gemeinschaft der Karmeliter übergeben. Die Gemeinschaft dankte Pfarrer Blasius und der Pfarrgemeinde für die Überlassung des Schreins. Er wird in der Kirche des Karmeliterklosters in Mainz, die zur Zeit renoviert wird, einen neuen und würdigen Standort erhalten. 

Zur Einweihung der neuen Gedenkstätte in Mainz sind die Angehörigen der Gemeinde jetzt schon herzlich eingeladen. Mehr zum Karmel erfahren Sie hier.

Sehen Sie hier einige Fotos der Übergabe.
Mitteilung des Bistums Essen: Klick hier

Der Karmeliterpater Titus Brandsma wurde am 23. Februar 1881 als Anno Sjoerd Brandsma in Oegoklooster bei Bolsward in Friesland (Niederlande) geboren. Mit siebzehn Jahren trat der junge Brandsma am 17. September 1998 als Novize in das Karmeliterkloster in Boxmeer ein und nimmt den Ordensnamen Titus an. Am 17. Juni 1905 erfolgt die Priesterweihe.

Seit 1923 war Pater Titus als Professor an der Katholischen Universität in Nimwegen tätig. Dort lehrte er Geschichte der Philosophie und Geschichte der Mystik. Er wurde  auch zum geistlichen Beirat der niederländischen katholischen Journalistenvereinigung ernannt.

In den Jahren 1938 und 1939 äußerte er in Vorlesungen  sowie in zahlreichen Schriften die bedenklichen Gesichtspunkte der nationalsozialistischen Weltanschauung. Unerschrocken prangerte er die Gottlosigkeit und das teuflische System an. Er hielt den Nationalsozialismus für unvereinbar mit dem christlichen Glauben und setzte sich offen für Presse- und Meinungsfreiheit ein. Nach der Besetzung der Niederlande durch deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg erfolgte am 19. Januar 1942 seine Verhaftung und Einlieferung in das Konzentrationslager Dachau. Dort erlitt er am 26. Juli 1942 den Tod durch die Injektion einer Giftspritze.

Am 3. November 1985 wurde der Märtyrer Titus Brandsma durch Papst Johannes Paul II. in Rom seelig gesprochen. Die Einweihung der Gedächtnisstätte in der Kirche St. Mariae Geburt wurde am 13. September 1987 gefeiert.

Der kleine Reliquienschrein ist eine Arbeit des Kölner Künstlers Egino Weinert. Er schuf ein Gehäuse, das in sechs Emailbildern Szenen aus dem Leben, Wirken und Sterben des Seligen Titus Brandsma zeigt. In der  auf den 13. September 1987 datierte und im Schrein hinterlegten Urkunde heisst es:

"Dieser Reliquienschrein enthält in der Messingkapsel ein Stück Stoff aus dem Habit sowie einerm Hemd des Seligen TITUS BRANDSMA aus dem Orden der Karmeliten. Der Beutel enthält Erde aus dem Konzentrationslager Dachau. Titus Brandsma wurde am 26. Juli 1942 in Dachua von den Nazis getötet.
Am 3. November 1985 erfolgte in Rom die Seligsprechung. Diese Gedächtnisstätte wurde am 13. September 1987 feierlich eingeweiht.
Dieser Schrein wurde von dem Künster Egino Weinert / Köln angefertigt.

Essen, den 13.9.1987"